18. Juni 2013

Jetzt das Wetter

Heute wollte ich ja wieder über das Wetter reden. Nun denn.

Sommer ist ungleich lustiger, seit ich ein Kleinkind habe, dass mit Feuereifer durch städtische Brunnen stapft und die herrlichsten Gesichter macht, wenn es versehentlich auf dem Hintern und somit bis zum Hals im kalten Nass landet. Gut, dass da 50% geek drin sind, ich hätte geschrien wie am Spieß.

Und mit Wirkung zum wieder erfrischend kühlem Wochenende wäre noch von der Verwirrung der Frau mit der falschen Ferienwohnung zu erzählen. Denn wie kann es sein, dass wir nicht am Donnerstag zu ihr kommen? Sie hat es schließlich auf ihrem Zettel notiert. Den genauen Wortlaut der Unterhaltung kann ich nicht wiedergegeben, denn dann würde man mir nachsagen, ich würde mich lustig machen.

Dazu ist es zum Glück viel zu warm.

17. Juni 2013

Diagnose

Es ist amtlich. Ich leide gar nicht an lebensbedrohlichem, todbringendem Männerhusten, ich habe Etagenwechsel.

Weil der Kollege von Dr. Andy vorgeschlagen hatte, dass ich doch vielleicht den Montagnachmittag auch mal in der Kinderspielecke des Wartezimmers verbringen könnte, wenn mir der Husten dann immer noch Gesellschaft leistet, war ich heute da. Und weil Dr. Andy auch da war, geht es mir schlagartig besser. Solche Ärzte lob ich mir.

Der lebensbedrohliche weil keiner mehr schlafen kann, todbringende weil siehe vorher Männerhusten ist gar kein solcher mehr, sondern nur noch ein gereizter Gast, der sein Aufenthaltsrecht bis auf letzte Minütchen auskostet. Dem Körper macht es anscheinend einfach Spaß, zu husten. Also ignoriere ich das jetzt, bis es ihm langweilig wird und er von alleine aufhört. Wie Kindererziehung.

Dummerweise hab ich jetzt Etagenwechsel gegoogelt und stelle fest: mir gefällt Dr. Andys beruhigende Erläuterung, in der jetzt schon alles wieder gut ist, viel besser finde, als die nüchterne Erklärung von Dr. Google, bei der man am Ende mit einer Lungenentzündung auf der Intensivstation liegt. Also merke wieder: nicht verzagen, nicht Dr. Google fragen. Weiß man ja, aber manchmal vergisst man es kurz.

Morgen dann also wieder blabla über das sommerliche Wetter.

16. Juni 2013

Ein guter Tag und rot wurden dann auch andere

Dieses Heute verbuche ich mal unter Erfolg.

Es fing damit an, dass ich gestern ein völlig neues Medikamentenkonzept mit der Apothekerin aushandelte, welches sich dann zur Zubettgehzeit als völlig wirkungslos erwies, so dass ich mich mehr oder weniger in den Schlaf heulte hustete. Doch man soll ja nicht die Apothekerin vor dem Tiefschlaf verfluchen.

Ich schlief.

Horizontal.

Durch.

Und wachte erst gegen 8 Uhr auf, als Wulfhild vermeldete, wirklich ausgeschlafen zu sein. Damit kann ich arbeiten. Hochmotiviert, ausgeschlafen und in der Blüte meiner Jahre begann ich den Sonntag. Es wurde sogar während des Mittagsschlaf der U1m-Fraktion ein wenig genäht. Zwar hab ich für den Sommer morgen trotzdem nichts anzuziehen, aber da nach dem Sommer ja der Spätsommer kommt, bin ich eventuell für Dienstag gerüstet. Dafür muss ich aber gleich nochmal ran.

Den Nachmittag verbrachten wir dann unter anderem im Biergarten unter'm Schirm, weil über dem Schirm ein Schauer war und man unter dem Schirm hervorragend Kieselsteine sortieren konnte. Das genaue System kannte von uns dreien nur Wulfhild, welche sich geheimnisvoll gab und emsig hin und her kramte. Kuchen gab es auch. Doch das lustigste war der Aha-Effekt.

Denn: Aha, es gibt sie wirklich.

Die jungen Männer in Schnellfickerhosen, leicht wampig um die Mitte aber doch mit Dorffußballtrikots und Joggingschuhen bekleidet, welche an ihrer Kippe ziehen und ein Bierchen zischen. Und die, wenn dann das Handy klingelt, ohne rot zu werden sagen:
"Es passt gerade nicht so, wir sind beim Laufen."

Da lachten nicht nur der geek und ich.


14. Juni 2013

Bill and John: More than ever

Bei Isabel Bogdan sah ich eben das Video "Bill and John: More than Ever" und ich kann mich ihr nur aus vollem Herzen anschließen:
Man kann doch Menschen nicht hassen, weil sie lieben.

Bildungsangina

In Anlehnung an Nessys Bildungsbandscheibe habe ich dem Kind mal einen Namen gegeben, denn siehe da: Kranksein bildet.

Seit heute morgen weiß ich nämlich, warum in amerikanischen Fernsehserien so unvorstellbare Mengen an Kissen in Betten liegen. Ach, was sag ich liegen, drapiert sind. Warum? Warum liegen da so viele Kissen, da passen doch keine Menschen mehr rein? So meine bisherige Reaktion auf diese Bilder.

Von heute an: Ach, die armen Leute, die haben schlimmen Husten. Denn siehe da: im Liegen lebt es sich gar schlecht. Kaum bette ich mein müdes Haupt ermattet auf die Sofalehne und strecke die müden Glieder aus, erbebt der Rest des Körpers in krampfhaftem Bellen. Bin ich im Anschluss an diese Protestbewegung der Atemwege wieder zu Atem gekommen, habe den Beckenboden vom Parkett und die Tränen aus den Augenwinkeln gewischt, versuche ich das ganze noch einmal in sitzender Haltung. Das geht dann. Aber wer schläft schon gerne halb sitzend? Niemand.

Im Bett habe ich mir inzwischen aus allen in der Wohnung befindlichen Kissen eine Bettenburg errichtet, anders kann man das nicht nennen. Und in dieser Bettenburg throne ich wie die Prinzessin auf der Erbse und genieße es, mal für zehn Minuten die Augen schließen zu können, ohne dass ein Beben das Bettgestell wackeln lässt.

Leider rutsche ich spätestens nach einer halben Stunde auf den horizontalen Boden der Tatsachen zurück und wecke mich durch gezieltes Husten selber auf. Aber das nehme ich mal positiv zur Kenntnis, denn wer viel trinkt, muss auch viel wohin. Sie wissen schon.